Sven Herold | CEO LiveTube

O2 zahlt im Internet geprellten Kunden Geld zurück

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Frankfurt, 11. Okt (Reuters) – Der Mobilfunknetzbetreiber O2 erstattet mehreren tausend Kunden Rechnungsbeträge von durchschnittlich knapp 100 Euro zurück, die unseriöse Internet- Angebote mit ihrem Mobiltelefon bezahlt hatten.

Die betroffenen rund 8.000 Kunden hätten auf Internetseiten von Drittanbietern Dienste über ihr Handy und einen Pin-Code bestellt, sagte O2-Sprecher Stefan Zuber und bestätigte damit einen Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins “Plusminus”. Von den Betreibern der Seiten sei aber nicht kenntlich gemacht worden, dass es sich bei den Angeboten um Abonnements für 9,98 Euro pro Tag handelte. Überdies hätten die Kunden keine dem Betrag entsprechenden Inhalte erhalten.

“Plusminus” zufolge wurde im Juli und August mit Angeboten wie “hausaufgaben.de” vor allem bei Kindern und Jugendlichen abkassiert.

“Wir halten dieses Angebot für sittenwidrig”, sagte Zuber. O2 wolle seine Kunden vor solchen Angeboten schützen und habe die Abrechnungs-Schnittstelle zu den Drittanbietern, die gegen Vertragsvereinbarungen mit O2 verstoßen hätten, dicht gemacht. Den betroffenen Kunden zahle O2 das Geld zurück. Zuber wies ausdrücklich darauf hin, dass dies freiwillig geschehe, da der Vertrag nicht zwischen O2 und den Kunden zu Stande gekommen sei, sondern nur die Abrechnung über den Mobilfunker gelaufen sei. O2 behalte sich juristische Schritte gegen die Drittanbieter vor.

Auch andere Mobilfunkanbieter seien betroffen, berichtete das ARD-Magazin. Allein bei T-Mobile seien mehr als 20.000 Kunden geschädigt worden. Ein Sprecher von T-Mobile wollte keine Zahl betroffener Kunden nennen, sagte aber, das Unternehmen werde sicher stellen, dass die Kunden ihr Geld zurückbekämen, unabhängig davon, ob sie sich beschwert hätten oder nicht. T-Mobile habe den Vertrags-Zwischenhändler, der Internetseiten-Betreibern das Bezahlen per Handy anbiete, dazu aufgefordert, den Kunden Geld gutzuschreiben. Die Zugänge für die Zahlung per Handy auf den entsprechenden Seiten seien gesperrt worden.

nro/axh REUTERS

111756 Okt 05

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